Lehrstuhl für Klavierforschung:
Wolfgang Ellenberger
Am Gückelberg 1 a
D-74722 Buchen
Fon: +49 (1520) 176 71 55
Fax: (01212) 5-119-17-968
Sehr geehrte Damen und Herren,
Wie Sie in meinem Lebenslauf
sehen können, gelang es mir mit einer Sondererlaubnis der Hamburger
Hochschule für Musik und darstellende Kunst, gleichzeitig, Klavierdiplom,
Musiktherapiekurse und
eine Medizinische Approbation an der Universität Hamburg zu absolvieren.
Nach 18 Jahren freischaffender Tätigkeit als Konzertpianist mit Event-Service
und einem "comeback" in die Medizin
war ich als TTT TrainTheTrainer in einer Tochterfirma des
Weltmarktführers Fresenius
(FMC kennt man vom DAX) bei der weltweiten Installation einer innovativen
web-basierten Software im Dialysebereich tätig gewesen und nun im Krankenhaus
als Assistenzarzt ungekündigt tätig.
Gerne würde ich dieses interdisziplinäre Wissens-Kapital der Allgemeinheit
wieder zur Verfügung stellen.
Ich bin ungekündigt in einer unbefristeten Arbeitsstelle,
jedoch würde es eine einzigartige Möglichkeit bedeuten, in Erfüllung und Zusammenführung
von verschiedenen Strömungen und Fachrichtungen, mit diesem Potential für DEN Ort, wo eine Realisierung meines Konzeptes
gelingen sollte, einen weiteren internationalen Akzent zu
setzen.
Hannover (neuerdings auch Freiburg, Berlin und Dresden) hat ja bekannterweise das Institut für Musikermedizin mit Prof. Altenmüller, das gewissermaßen die medizinischen Aspekte der Musikerkrankheiten und Umfeld erforscht.
Mir schwebt allerdings für die Klavierforschungsfakultät ein
akzentuiert pianistisch-leistungsorientiertes
Institut für Klavierforschung
vor, das zeitgemäße technische und lernphysiologische Möglichkeiten
zur Professionalisierung der Pianisten oder gar zur Gestaltung einer
"Elite-Einheit" von Pianisten einsetzt.
Welche Elemente in diesem "Hochleistungs-Institut" (man steckt ja auch Millionen in Olympia-Trainingszentren...) zum Einsatz kommen würden, möchte ich aus den einzelnen "Episoden" und Arbeitsbereichen meines Lebens in lockerer Reihenfolge ableiten:
Die Anwendung von Musiktherapie
(wie zur Zeit meines Klavierdiploms in "DIE WELT" formuliert)
kam erst spät zum Tragen, als ich in Rendsburg als Assistenzarzt der
Psychiatrie diesen Berufsaspekt ausübte. Meines Erachtens kann eine Selbsterfahrungsgruppe mit musiktherapeutischer
Improvisation den Blickwinkel eines
Instrumentalisten auf die kommunikativen Potentiale der Musik maßgeblich
erweitern. Im Extrem würde ich auch die Erfahrung der Kommunikation mit Musik in fluktuierenden Situationen wie auf
Messen oder im Freien einbeziehen, was einen "Härtetest" bedeuten und alle Kapazitäten fordern würde.
Unter Anderem auch aus meiner musiktherapeutischer Arbeit mit einem autistischen Mädchen (Tochter eines Hamburger Hochschulprofessors) und aus meiner jahrzentelangen Unterrichtstätigkeit entstand meine Konzeption, die ich Relativitätsformel des Klavierspiels nenne. Der Überblick im Internet ist in seinen Darstellungsmöglichkeiten naturgemäß sehr begrenzt. Dieses Konzept durfte ich einmal Prof. Asmus Hintz in einer fünstündigen Sitzung in der Kölner Musikhochschule genauestens "an seinem eigenen Leibe" erklären. Er war soweit davon überzeugt, daß er mich als Hauptreferent für die Jahrestagung der Europäischen Yamaha-Musikschulen einlud. (Wir kannten uns seit meiner Zeit als Klavierlehrer an der Yamaha-Musikschule Hamburg-Pöseldorf). Tragischerweise mußte ich diesen Termin aufgrund meiner damaligen Lebensumstände absagen.
Nur kurz gesagt geht es bei der "Relativitätsformel" in zwei Hauptbereichen darum, a) die im Notentext enthaltenen Informationen lernphysiologisch optimal ins Gehirn und den Körper einzuprogrammieren, b) wird bei der folgenden Körperarbeit die dreidimensionale Bewegung in die Partialebenen saggital, frontal und horizontal aufgesplittet, wie man es von der Analyse von dreidmensionalen Vektoren kennt. Mit diesen "Bewegungsatomen" läßt sich jedes spieltechnische Problem lösen. Eine konsequente Anwendung im professionellen Bereich würde meines Erachtens eine pianistische Elite aus Deutschland züchten lassen, bzw. eine pianistische Revolution auslösen, wenn die Kollegen ProfessorInnen es zulassen und nicht aus machtkampftechnischen Gründen unterdrücken würden.....
Die Integration von Computerflügeln in den Unterricht einer kleinen Klavierklasse des Lehrstuhls für Klavierforschung wäre ein absolutes Muß im Computerzeitalter. (Zur Zeit hat etwa nur ein Drittel der deutschen Musikhochschulen einen Computerflügel!) So wie in der Medizin das Mikroskop bzw. Elektronenmikroskop ein neues Fachgebiet, die Histologie entstehen ließ, postuliere ich, daß durch konsequente Nutzung von Computerflügeln ein neues Teilgebiet, die Mikro-Pianistik entsteht. Ebenso wie das Verständnis der Funktionsweise von Computern wäre die detaillierte Kenntnis der Flügelmechanik (am Modell!) Pflicht, genauso wie die Sänger Anatomieunterricht haben.
Mit einem Computerflügel wird der Fernunterricht
auf dem Klavier möglich, so wie ihn die Musikhochschule in Helsinki
praktiziert mit dem System PianoLink. Mit dem Hersteller und meinem Flügel habe ich dieses
System auf der Frankfurter Musikmesse vorgestellt.
Eine Fern-Unterrichtsstruktur zwischen verschiedenen Hochschulen und
Pianisten könnte entstehen!
Eine weitere außerordentliche Anwendung von Computertechnik ist eine
komplette filmische 3D-Analyse des Bewegungsablaufs beim Klavierspielen von außen, so wie ich es bei einer Versuchsreihe
der Sport-Universität Magdeburg unter der Verwendung der
Software von SIMI-Motion durchführen konnte.
Es wurde in der ersten quantitativen Musik-Bewegungs-Analyse ein signifikanter
Zusammenhang zwischen den Bewegungen des Pianisten und einer Tänzerin festgestellt und auf
verschiedenen Kongressen referiert.
Derartige Analysen würden weltweit höchst interessante pädagogische
Filme auf den Markt bringen können. Anregungen in dieser Richtung in Verbindung mit Tanz konnte ich als
"Maestro collaboratorio di palcoscenico" an der Mailänder
Scala aufnehmen!
Punkt 1 a der Notentextprogrammierung ist der Fingersatz. Hier entstand die
einzigartige Fingersatz-Edition,
deren Grund-Artikel in der nmz (neue musik zeitung) veröffentlicht worden war, und die nun online
per download weltweit verkauft wird: www.fingering.name
.
Neben dem Ausbau des Repertoires der Fingersatz-Edition durch die
Klavierforschungs-Studenten würde auch dieser unbeliebte Bereich
allgemein professionalisiert werden. Unbeliebt ist er, weil es stärkste
Überwindung kostet, einen Fingersatz wirklich exakt zu definieren!
Durch die Erfahrung mit meinen ca. 30 Klavierkursen
von 1991 bis 2000 ließe sich das Konzept des Lehrstuhls für
Klavierforschung in Sommerkursen allgemein zugänglich machen, ggf. auch im
Amateurbereich. Hierzu und auch für die Fern-Unterrichts-Sitzungen würde ich
in Buchen/Odenwald eine Filiale des
Lehrstuhls aufbauen wollen, die ich an meinem Wohnort optimal auch
während der vorlesungsfreien Zeiten betreuen könnte. Eine passende Immobilie
ist vorhanden:
(bzw. eine weitere in 1 a-Lage, siehe
www.PROJECT.docwebs.com )
Meine Erfahrungen im Veranstaltungsservice
über 18 Jahre, die reichhaltig mit Marketing-Kenntnissen bereichert sind (in
Hamburg besteht ja auch der Musik-Management-Studiengang...) konnte ich als weltweit einzige Person mit
der Ein-Mann-Logistik
für Bösendorfer-Imperial-Flügel (290 cm/630 kg) meinen Flügel innerhalb
von 8 Minuten vom Transporter bis zum ersten Ton alleine aufbauen.
Dieser Bereich ist sehr umfassend und meines Erachtens werden Pianisten
sträflich vernachlässigt, wenn Sie nicht mit derartigen Kenntnissen ausgestattet auf die Praxis losgelassen werden.
In Vernetzung mit dem vorhandenen Studiengang würden Spezial-Kurse, die
Pianisten angehen, aufgebaut wie Internet-Marketing, Flügel-Logistik, Aquise, Marketing für Pianisten.
Zum Internet-Marketing des Lehrstuhls würden selbstverständlich gehören, daß (fast?) alle Veranstaltungen live gestreamt im Internet übertragen würden. Nebst ausführlichen Seiten, die die Arbeit beschreiben und zugänglich machen.
Selbst ein innovatives Konzept eines Alternativen Klavierwettbewerbs, der Computerflügeltechnologie einbezieht und deutschlandweit bzw. international mit Hunderten von Veranstaltungen pro Jahr auftreten würde, ließe sich an diesen Lehrstuhl angliedern bzw. mit einem Abteilungssekretariat abwickeln.
Es wäre auch möglich, durch kommerzielle Produkte, die vom Lehrstuhl ausgingen, die Kosten nach und nach teilweise oder ganz zu tragen, oder gar Gewinn abzuwerfen. Ob dies hochschulpolitisch möglich wäre, ist eine sicherlich hochinteressante Diskussion, die aber vom Erfolg gekrönt sein wird. Man braucht nur nach USA zu schauen, wie dort Fundraising betrieben wird, bzw. Mittel aktiviert werden. Der Lehrstuhl für Klavierforschung sollte auch in dieser Hinsicht verwaltungstechnisch neue Wege beschreiten dürfen! Die Anschubfinanzierung sollte bis zur Amortisierung und nicht länger geleistet werden.
Mir stehen noch einige Jahre bis zur staatlichen Pensionierungsgrenze zur Verfügung. Dieser Zeitraum müßte locker ausreichen, um mich nach dem Aufbau dieses Konzeptes selbst überflüssig zu machen.
Lassen Sie uns diese Vision gemeinsam realisieren!
Ihr
Wolfgang Ellenberger